Glossar

Abschlusskosten (Leben) in Prozent der Beitragssumme des Neugesch?fts

Abschlussaufwendungen (netto) im Verh?ltnis zur Beitragssumme des Neugesch?fts.

Abschlusskosten, aktivierte

Kosten bzw. Aufwendungen, die einem Versicherungsunternehmen beim Abschluss oder bei der Verl?ngerung von Versicherungsvertr?gen entstehen (z. B. Abschlussprovision, Kosten der Antrags- oder Risikoprüfung). Die Aktivierung von Abschlusskosten führt zu einer Verteilung der Kosten über die Vertragslaufzeit.

Abschlusskostenquote

a) brutto: Abschlussaufwendungen (brutto) im Verh?ltnis zu den verdienten Bruttopr?mien einschlie?lich Sparbeitr?ge aus fondsgebundener Lebensversicherung (FLV)/fondsgebundener Rentenversicherung (FRV).
b) netto: Abschlussaufwendungen (netto) im Verh?ltnis zu den verdienten Nettopr?mien ohne Sparbeitr?ge aus FLV/FRV.

Absolute Return

Ziel eines Asset Managers, jedes Jahr einen positiven Ertrag zu erwirtschaften bzw. ein Mindestziel zu erreichen (Kapitalerhalt, Mindestertrag, Maximalverlust).

Abwicklung

Erfüllung von Verbindlichkeiten, für die Rückstellungen gebildet worden sind.

Akkreditive

Bezeichnung für eine vertragliche Verpflichtung eines Kreditinstituts, auf Rechnung, im Auftrag und auf Weisung eines Kunden eine bestimmt finanzielle Leistung (z. B. Geldzahlung) zu erbringen.

Aktuar

Mathematiker, der sich mit Fragestellungen von Versicherungswesen, Kapitalanlagen und Altersvorsorge besch?ftigt.

Allgemeines Gesch?ft/nichtversicherungstechnisches Gesch?ft

Ertr?ge und Aufwendungen, die nicht dem Versicherungsgesch?ft zugerechnet werden.

Alternative Investments

Nichttraditionelle Anlagen in Hinblick auf die Assetklassen und auf genutzte Handelstechniken. Sie weisen eine geringe Korrelation zu traditionellen Anlageformen wie Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren auf und k?nnen sowohl von steigenden als auch von fallenden M?rkten profitieren.

Amortisation

Prozess, in dem anf?ngliche Aufwendungen für ein Objekt durch dadurch entstehende Ertr?ge gedeckt werden.

Anlageklasse (auch: Assetklasse)

Der Kapitalmarkt wird in verschiedene Klassen von Finanzinstrumenten unterteilt, die ?hnlichen Risikoeinflussfaktoren unterliegen. Dazu z?hlen z. B. Aktien, Renten, Immobilien, Energie oder Rohstoffe.

Annual Premium Equivalent – APE

Jahresbeitragsäquivalent. Messgröße für das Neugeschäft in der Lebensversicherung.

Anschaffungskosten, fortgeführte

Kaufpreis eines Verm?genswerts einschlie?lich aller Neben- und Bezugskosten; bei abnutzbaren Verm?genswerten vermindert um planm??ige und/oder au?erplanm??ige Abschreibungen.

Anwartschaftsbarwert

Barwert des erdienten Teils der Verpflichtungen aus einer leistungsorientierten Pensionszusage.

Asset Allocation

Aufteilung von Kapitalanlagen auf verschiedene Assetklassen wie Beteiligungen, Aktien und festverzinsliche Wertpapiere.

Asset-Backed Securities – ABS

Mit Verm?genswerten (Assets) unterlegte (Backed) Wertpapiere/Anleihen (Securities).

Assetklasse
Asset-Liability-Management – ALM

Aktiv-Passiv-Steuerung: Aufeinander abgestimmte Steuerung von Verbindlichkeiten und Kapitalanlagen. Zum Einsatz kommen dabei Techniken aus Aktuarwissenschaften und Finanzmathematik.

Asset-Management

Kapitalanlageverwaltung. Betreuung und Steuerung von Kapitalanlagen nach Risiko- und Ertragsgesichtspunkten.

Assoziiertes Unternehmen

Unternehmen, das nicht durch Voll- oder Quotenkonsolidierung, sondern im Allgemeinen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen ist und auf dessen Gesch?fts- oder Firmenpolitik ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen ma?geblichen Einfluss hat.

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen)

Summe aus Provisionen, Vertriebs-, Personal-, Sach- und laufenden Verwaltungskosten.

Aufwendungen für Kapitalanlagen

Summe aus Abschreibungen und den Kosten für die Verwaltung der Kapitalanlagen.

Aufwendungen für Versicherungsf?lle

Summe aus geleisteten Schadenzahlungen und der Ver?nderung der gesamten Schadenrückstellungen des Gesch?ftsjahres zu den gesamten Schadenrückstellungen des Vorjahres.

Aufwendungen für Versicherungsleistungen

Summe aus gezahlten Sch?den und den Rückstellungen für im Gesch?ftsjahr eingetretene Schadenereignisse, erg?nzt um das Ergebnis der Abwicklung der Rückstellungen für Schadenereignisse der Vorjahre, jeweils nach Abzug der eigenen Rückversicherungsabgaben.

Ausschüttungsquote

Prozentsatz des Jahresüberschusses, den Aktiengesellschaften in Form der Dividendenzahlung an ihre Aktionäre ausschütten.

Au?erordentliches Ergebnis

Saldo aus Aufwendungen und Erträgen, die nicht zur gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehören, wie z. B. Anpassungen von Pensionsrückstellungen nach BilMoG.

Avalkreditfinanzierung

Finanzierung durch einen Kredit, den ein Kreditinstitut durch übernahme einer Bürgschaft (nach §§ 765ff. BGB) oder Stellung einer Garantie gew?hrt. Das Kreditinstitut stellt keinen Geldbetrag, sondern die eigene Kreditwürdigkeit zur Verfügung.

B2B

Austausch von Waren, Dienstleistungen und Informationen zwischen Unternehmen.

Bancassurance

Bank- und Postkooperationen. Partnerschaft zwischen einer Bank/Post und einem Versicherungsunternehmen zum Zweck des Vertriebs von Versicherungsprodukten über die Bank/Postfilialen. Die Bindung zwischen Versicherer und Bank ist h?ufig gepr?gt durch eine Kapitalbeteiligung oder eine langfristige strategische Kooperation beider Parteien.

Beitrag
Beitragsübertr?ge
Bestimmungsmacht
Beteiligungsergebnis

Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen abzüglich der Aufwendungen aus Verlustübernahmen von Tochtergesellschaften.

Betriebskostenquote

Die Betriebskostenquote gibt an, wie viel von den Beiträgen für die Akquisition und die Verwaltung aufgewendet wurden, bei Versicherungsnehmern wird diese Quote brutto und netto ermittelt.

Bilanzgewinn

Jahresüberschuss abzüglich Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen zuzüglich Gewinnvortrag aus dem Vorjahr.

Black/Scholes-Optionspreismodell

Analytisches Modell für die Berechnung von theoretischen Optionspreisen, das den Tageskurs des Basiswerts, den Zinsfuß, die Restlaufzeit, die Volatilität und eventuelle Dividendenzahlungen innerhalb der Laufzeit berücksichtigt.

Blocktransaktion (BAT)/Blockgesch?ft

Proportionaler Rückversicherungsvertrag auf das Lebens- oder Krankenversicherungsportefeuille eines Zedenten, mit dem dieser zukünftige Gewinne bereits vorzeitig realisieren kann, um damit auf effiziente Weise finanz- oder solvenzpolitische Zielvorstellungen sicherzustellen.

Bonit?t

Kreditwürdigkeit. F?higkeit eines Schuldners, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Book-Yield-Note

In einem Wertpapier verbrieftes Absicherungsinstrument. Sie dient der Absicherung des Wiederanlagezinses, wenn das Fünf-Jahres-Mittel des Marktzinses auf einem vorher definierten Niveau liegt, und approximiert die realen Ertr?ge des Portfolios.

Brutto

Bei Versicherungen: vor Abzug der passiven Rückversicherung.

Buchwert je Aktie

Die Kennzahl gibt die Höhe des auf die Aktionäre entfallenden Eigenkapitals je Aktie an.

Capital Asset Pricing Model – CAPM

Modell zur Bewertung von Wertpapieren in Bezug auf Rendite/Risiko und zur Bestimmung von Eigenkapitalkosten mit dem Hintergrund, dass das Investment in eine Aktie zus?tzliches Risiko gegenüber einer risikolosen Anlage bedeutet und eine zus?tzliche Rendite (Risikopr?mie) erfordert.

Cashflow

In einem bestimmten Zeitraum erwirtschafteter Zahlungsmittelüberschuss eines Unternehmens, der Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellt und der Beurteilung der finanziellen Struktur des Unternehmens dient.

Cashflow-Hedge

Nutzung von Derivaten zur Absicherung von Schwankungen in zukünftigen Cashflows; z. B. des Zinsrisikos bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten über einen Zinswap.

Cat Bond
Chain-Ladder-Verfahren

Aktuarielles Standardverfahren, mit dem der Rückstellungsbedarf für zukünftige Schadenaufwendungen geschätzt wird. Es unterstellt, dass der Schadenstand um einen in allen Anfalljahren gleichen Faktor zunimmt. Der erwartete Gesamtschaden wird bei diesem Verfahren ausschließlich auf der Basis historischer Daten zur Abwicklung von Schäden im Portfolio des Versicherers bestimmt.

Coinsurance-funds-withheld-Vertrag

Mitversicherungsvertrag, bei dem der Zedent einen Teil der ursprünglichen Prämie mindestens in Höhe der zedierten Reserven zurückbehält. Ähnlich wie bei einem Modified Coinsurance(ModCo)-Vertrag repräsentieren die Zinszahlungen an den Rückversicherer den Anlagebetrag des zugrunde liegenden Wertpapierportefeuilles.

Combined Ratio
Compliance

Gesetzliche und unternehmensspezifische Regelungen zum verantwortungsbewussten und gesetzm??igen Handeln des Unternehmens und der Mitarbeiter.

Corporate Governance

System zur Realisierung einer verantwortlichen Führung und überwachung von Unternehmen, das darauf abzielt, das Vertrauen von Anlegern, Kunden, Mitarbeitern und der ?ffentlichkeit in Unternehmen zu f?rdern.

Critical-Illness-Deckung

Personenzusatzversicherungen, auf deren Basis im Fall vorher definierter schwerer Krankheiten Teile der Versicherungssumme ausgezahlt werden, die sonst erst bei Eintritt des Todesfalls f?llig würden.

Dach-Hedgefonds

investieren in viele verschiedene Single-Hedgefonds. Sie streuen zumeist über verschiedene Strategien und gelten daher als weniger risikoreich als Single-Hedgefonds. Seit Januar 2004 können in Deutschland Privatanleger mit einer niedrigen Mindestanlagesumme Anteile an Dach-Hedgefonds kaufen.

Deckungsrückstellung

Nach mathematischen Methoden errechneter Wert für zukünftige Verpflichtungen (Barwert künftiger Verpflichtungen abzüglich des Barwerts künftiger eingehender Pr?mien), vor allem in der Lebens- und Krankenversicherung.

Deposit Accounting

Bilanzierungsmethode, nach der kurz- und langfristige Versicherungs- und Rückversicherungsverträge zu bilanzieren sind, die kein signifikantes versicherungstechnisches Risiko transferieren.

Depotforderungen/ Depotverbindlichkeiten

Sicherheitsleistungen zur Deckung von Versicherungsverbindlichkeiten, die ein Versicherer von den liquiden Mitteln einbehält, die er an einen Rückversicherer im Rahmen eines Rückversicherungsvertrags zu zahlen hat. Der Versicherer weist in diesem Fall eine Depotverbindlichkeit aus, der Rückversicherer eine Depotforderung. Die Depotforderungen/-verbindlichkeiten sind zu verzinsen.

Derivat, derivatives Finanzinstrument

Aus Basisinstrumenten wie Aktien, festverzinslichen Wertpapieren oder Devisen abgeleitetes Finanzprodukt, dessen Marktwert u. a. anhand des jeweils zugrunde liegenden Wertpapiers oder sonstigen Referenzwerts festgestellt wird. Dazu zählen z. B. Swaps, Optionen und Futures.

Diversifizierung

Ausrichtung der Gesch?ftspolitik auf verschiedene Leistungsprogramme, um Auswirkungen von Konjunkturschwankungen zu mindern und das Ergebnis zu stabilisieren.

Dividendenrendite

Prozentzahl für die Verzinsung des in einer Aktie gebundenen Kapitals. Diese Renditekennzahl berechnet sich durch die Division der Dividende durch den aktuellen Börsenkurs, multipliziert mit 100.

Due-Diligence-Prüfung

Prüfung einer Unternehmensbeteiligung im Vorfeld einer Akquisition oder Fusion: systematische St?rken-Schw?chen-Analyse des Kaufobjekts, Analyse der mit dem Kauf verbundenen Risiken sowie fundierte Bewertung des Objekts.

Duration

Finanzmathematische Kennziffer, die die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer eines Investments in Renten bzw. deren Zinssensitivität abbildet. Die „Macaulay-Duration“ ist die kapitalgewichtete mittlere Anzahl von Jahren, in denen ein Rentenpapier Zahlungen leistet. Die „Modified Duration“ gibt dagegen die Veränderung des Barwertes eines Rentenpapieres bei Zinsänderungen an und ist damit ein Maß für das mit einem Finanzinstrument verbundene Zinsänderungsrisiko.

Dynamische Finanzanalyse – DFA

Simulationstechnik, die auf einer integrierten Modellierung zur Analyse der gesamten Finanz- und Risikolage eines Versicherungsunternehmens über einen definierten Zeitraum basiert. Die DFA wurde in der Schaden- und Unfallversicherung entwickelt und gewinnt heute auch bei Lebensversicherungsunternehmen an Bedeutung. Sie unterstützt eine integrierte Unternehmenssteuerung unter Berücksichtigung aller Risikofaktoren (Kapitalanlagen, Versicherungstechnik).

EBIT

Earnings before interest and tax; im Talanx-Konzern identisch mit operatives Ergebnis

Eigenbehalt
Eigenkapital

Mittel, die von den Eigentümern einer Unternehmung zu deren Innenfinanzierung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn (realisiert/nicht realisiert) im Unternehmen belassen werden. Den Kapitalgebern steht für die Überlassung des Eigenkapitals eine Gewinnbeteiligung zu, z. B. in Form einer Dividende. Das Eigenkapital haftet bei der Kapitalgesellschaft für die Verbindlichkeiten.

Embedded Value

Bezeichnet den Wert eines Portefeuilles von Versicherungen. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem Barwert der zukünftigen Überschüsse für die Anteilseigner aus dem Versicherungsbestand einschließlich der Kapitalerträge und dem Wert des Eigenkapitals abzüglich Kapitalkosten.

Emittent

Privates Unternehmen oder öffentlich rechtliche Körperschaft, das oder die Wertpapiere ausgibt, z. B. bei Bundesanleihen der Bund und bei Aktien die Aktiengesellschaft.

Entscheidungsmacht (auch: Bestimmungsmacht)

Der Konzern trägt das Risiko von oder besitzt die Rechte an dem variablen wirtschaftlichen Erfolg eines Engagements und verfügt aufgrund substanzieller Rechte über die Möglichkeit, die Höhe des wirtschaftlichen Erfolgs (z. B. über die maßgeblichen Tätigkeiten) zu beeinflussen.

Equity-Methode

Verfahren zur Bewertung einer Beteiligung (assoziiertes Unternehmen) im Konzernabschluss, bei der der Beteiligungsbuchwert in der Konzernbilanz entsprechend der Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals am beteiligten Unternehmen weiterentwickelt wird.

Ergebnis (auch: Gewinn) je Aktie, verw?ssert

Kennziffer, die sich aus der Division des auf die Aktionäre der Talanx AG entfallenden Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien errechnet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie bezieht ausgeübte oder noch nicht zur Ausübung stehende Bezugsrechte in die Aktienanzahl mit ein.

Ergebnis der gew?hnlichen Gesch?ftst?tigkeit

Periodengewinn vor außerordentlichem Ergebnis und vor Steuern.

Erneuerung

Bei Vertragsbeziehungen mit Versicherungsunternehmen, die über l?ngere Zeitr?ume laufen, werden die Vertragsbedingungen meist j?hrlich in sogenannten Erneuerungsverhandlungen angepasst und die Vertr?ge entsprechend erneuert.

Erstversicherer

Gesellschaft, die Risiken gegen eine Versicherungspr?mie übernimmt und in einem direkten Vertragsverh?ltnis zum Versicherungsnehmer (Privatperson, Unternehmen, Organisation) steht.

Exponierung (auch: Exposure)

Gef?hrdungsgrad eines Risikos oder Risikobestands.

Fair Value
Fair-Value-Hedge

Absicherung des Zeitwerts (Fair Value) von Finanzanlagen durch Derivate, z.B. des Wertes eines Bonds, wenn Zinsen steigen oder sinken.

Fakultative Rückversicherung

Beteiligung des Rückversicherers an einem bestimmten, vom Erstversicherer übernommenen Einzelrisiko. Gegensatz: ?obligatorische Rückversicherung

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens.

Finanz-Rückversicherung

Rückversicherung mit einem begrenzten Gewinn- und Verlustpotenzial, die in erster Linie den Risikoausgleich über die Zeit anstrebt und bilanzstabilisierend für die Zedenten wirkt.

Fondsgebundene Lebensversicherung

Lebensversicherung, bei der die H?he der Leistungen von der Wertentwicklung eines dieser Versicherung zugeordneten Verm?gensanlagefonds abh?ngt.

Freefloat
Führung

Sind mehrere (Rück-)Versicherer an einem Vertrag beteiligt, so übernimmt eine Gesellschaft die Führung und damit meist einen h?heren Prozentsatz des Risikos auf eigne Rechnung. Der Versicherungsnehmer verkehrt nur mit dieser führenden Gesellschaft.

Für eigene Rechnung (auch: netto)
Bei Versicherungen: nach Abzug der passiven Rückversicherung.
Garantiemittel

Eigenkapital eines Versicherers unter Hinzurechnung der durch das versicherungstechnische Gesch?ft gebundenen Rückstellungen sowie der Schwankungsrückstellung. Summe der Mittel, die maximal zum Ausgleich von Verbindlichkeiten zur Verfügung steht.

Genussrechtskapital

Nachrangiges Eigenkapital, das gegen Gew?hrung von Genussrechten eingezahlt ist.

Genussschein

Genussscheine verbriefen Verm?gensrechte, aber in der Regel keine Stimmrechte. Sie haben eine begrenzte Lebensdauer, die mit Kündigung und Rückzahlung oder mit Fristablauf endet. Genussscheinkapital ist grunds?tzlich nachrangig gegenüber Forderungen anderer Gl?ubiger.

Gesch?fts- oder Firmenwert (auch: Goodwill)

Betrag, den ein K?ufer unter Berücksichtigung zukünftiger Ertragserwartungen über den Wert aller materiellen und immateriellen Verm?genswerte nach Abzug der Schulden zu zahlen bereit ist.

Gewinn je Aktie, verw?ssert
GIIPS-Staaten

Abkürzung für die fünf Euro-Staaten Griechenland, Italien, Irland, Portugal und Spanien.

Global Macro

Eine der ältesten Hedgefonds-Strategien mit vielfältigen strategischen Möglichkeiten, die auf einer makroökonomischen Analyse der wichtigen Entwicklungen in Politik und Wirtschaft basiert. Der Fondsmanager versucht, große Trendbrüche bei Aktien-, Zins- und Währungsentwicklungen oder weltwirtschaftliche Trends frühzeitig zu erkennen und Gewinn bringend zu nutzen. Charakteristisch für Global Macro ist der Einsatz von Derivaten auf Rohöl und Gold. Sehr viel bedeutender ist der Einsatz von Derivaten auf Rohstoffe indes in der Stilart Managed Futures.

Gro?schaden

Schaden, der im Vergleich zum Schadendurchschnitt der jeweiligen Risikogruppe eine außergewöhnliche Höhe erreicht und eine festgelegte Schadenhöhe übersteigt. Bis zum Jahr 2011 wurde er definiert als Naturkatastrophen sowie sonstige Großschäden über 5 Mio. EUR brutto (Rückversicherung, Industrie-Haftpflichtversicherung, Industrie-
Feuerversicherung), über 2,5 Mio. EUR brutto (Industrie-Transportversicherung, Industrie-Technische Versicherung) bzw. über 1 Mio. EUR brutto (alle übrigen Sparten) für den Anteil des Talanx-Konzerns. Seit 2012 wird der Großschaden definiert als Naturkatastrophen sowie sonstige Großschäden über 10 Mio. EUR brutto für den Anteil des Talanx-Konzerns.

Grundgesch?ft
Haftendes Kapital

Summe aus 
a) dem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, das sich wiederum aus gezeichnetem Kapital, Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen und nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen zusammensetzt, 
b) den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital und
c) dem sogenannten Hybridkapital als eigenkapitalerg?nzendem Fremdkapital, das die nachrangigen Verbindlichkeiten umfasst.

Harter Markt

Marktphase, die sich durch hohe Prämien auszeichnet. Gegensatz: weicher Markt

Hedge-Fonds

Fonds, die praktisch keinen Anlagebeschr?nkungen unterliegen und die verschiedensten Anlagestrategien verfolgen k?nnen (z. B. W?hrungs- oder Rohstoffspekulation, Leerverk?ufe). Sie k?nnen alle Arten von Finanzinstrumenten verwenden und kombinieren, auch Derivate. Sie geh?ren zu den alternativen Investments.

Hybridkapital

Fremdkapital mit eigenkapitalerg?nzendem Charakter in Form von nachrangigen Darlehen und Genussrechtskapital.

IBNR (Incurred but not reported)
Impairment

Wertminderung (außerplanmäßige Abschreibung), die vorgenommen wird, wenn der Barwert der geschätzten, zukünftigen Kapitalflüsse eines Vermögenswerts kleiner ist als dessen Buchwert.

Insurance-Linked Securities – ILS

Für die Verbriefung von Risiken eingesetzte Obligationen, bei denen die Auszahlung von Zins und/oder Nominalwert von Eintritt und Ausma? eines Versicherungsereignisses abh?ngt.

International Financial Reporting Standards – IFRS

Internationale Rechnungslegungsvorschriften, vormals als IAS (International Accounting Standards) bezeichnet; bei Talanx angewendet seit 2004.

Investment-Grade

Ein Rating von BBB oder besser, das an Unternehmen vergeben wird, die ein geringes Bonitätsrisiko aufweisen. Bonität

Jahresergebnis

EBIT abzüglich Finanzierungszinsen und Ertragsteuern.

Kapitalanlageergebnis, au?erordentliches

Ergebnis aus realisierten sowie unrealisierten Gewinnen und Verlusten einschließlich Zuschreibungen und Wertminderungen/Abschreibungen (Impairments).

Kapitalanlagen aus Investmentvertr?gen

Investmentverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung, die kein signifikantes versicherungstechnisches Risiko aufweisen und entsprechend den Vorschriften des IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ bilanziert werden.

Kapitalanlagen, selbst verwaltete

Kapitalanlagen, die weder aus Investmentverträgen stammen noch aus den Depotforderungen aus dem Versicherungsgeschäft. Sie werden in der Regel eigenständig von Konzerngesellschaften auf deren Risiko erworben bzw. veräußert und entweder von der Gesellschaft selbst oder im Namen der Gesellschaft von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet .

Kapitalflussrechnung

Rechnung über die Herkunft und Verwendung von Zahlungsmitteln während der Abrechnungsperiode. Sie zeigt die Veränderung der Vermögens- und Kapitalbestände. ?Cashflow

Kapitalkonsolidierung

Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens.

Katastrophenanleihe

Instrument zum Transfer von Katastrophenrisiken eines (Rück-)Versicherers auf den Kapitalmarkt.

kombinierte Schaden-/Kostenquote

Summe aus Schadenquote und Kostenquote (netto) unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses im Verhältnis zu den verdienten Nettobeiträgen (bei der Berechnung der kombinierten Schaden-/Kostenquote werden die Aufwendungen für Versicherungsleistungen einschließlich des Depotzinsergebnisses berücksichtigt). Die Quote findet Anwendung bei Schaden/Unfall-Erst- und -Rückversicherern.

Kompositversicherer

Unternehmen, das mehrere Versicherungszweige abdeckt.

kongruente W?hrungsbedeckung

Bedeckung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten in fremder W?hrung mit entsprechenden Kapitalanlagen derselben W?hrung, um Wechselkursrisiken zu vermeiden.

Konsolidierung

In der Bilanzierungspraxis: Zusammenfassung von Einzelabschlüssen mehrerer Gesellschaften einer Unternehmensgruppe zu einem Konzernabschluss. Hierbei werden konzerninterne Transaktionen eliminiert.

Konsortialkredit

Gemeinschaftskredit mehrerer Kreditgeber an einen Kreditnehmer.

Konvexit?t

Der Zusammenhang von Zins- und Anleihekurs?nderung ist nicht linear, sondern konvex. Die Konvexit?t ist ein Ma? für die Krümmung dieser Zinssatz-Anleihepreis-Kurve und erm?glicht die genaue Bestimmung der Kurs?nderung bei gr??eren Zins?nderungen.

Kostenquote

Verh?ltnis der Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) zu den verdienten Pr?mien für eigene Rechnung.

Kumulkontrolle

Territoriale Kontrolle der gezeichneten Kumulrisiken.

Kumulrisiko

Versicherungstechnisches Risiko, das darin besteht, dass ein einziges auslösendes Ereignis (z. B. Erdbeben, Wirbelsturm) zu einer Häufung von Schadenfällen in einem Portefeuille führt.

Labelfonds

Bei einer Fremdfirma aufgelegter Fonds. Wird durch eine Tochtergesellschaft oder ein Fremdunternehmen verkauft, bleibt aber weiterhin in der Verantwortlichkeit der ursprünglichen Gesellschaft.

latente Steuern

Differenz zwischen sich errechnenden Steuern auf den nach Handelsbilanz bzw. IFRS-Rechnungslegung und den nach Steuerbilanz ausgewiesenen Gewinn, die sich in der Folgezeit wieder ausgleichen. Durch ihre Bilanzierung soll die Differenz ausgeglichen werden, sofern erkennbar ist, dass sie sich im Zeitablauf aufl?st.

Lebensversicherung

Zusammenfassung derjenigen Versicherungsformen, bei denen es im weiteren Sinne um die Risiken der ungewissen Lebensdauer und -planung geht. Dazu geh?ren Todesfall und Berufsunf?higkeit, Altersversorgung, aber auch Heirat und Ausbildung.

Letter of Credit – LoC

Bankbürgschaft. Beispielsweise in den USA eine übliche Form der Sicherheitsleistung im Rückversicherungsgeschäft.

Managed Futures

Hedgefonds-Strategie. Ähnlich wie Global-Macro-Fonds agieren Managed-Futures-Fonds auf den verschiedensten Märkten. Charakteristisch für Managed-Futures-Fonds ist der Einsatz von Derivaten auf Rohstoffe wie z. B. Baumwolle oder Kaffee, die mit traditionellen Anlageformen nur gering korrelieren und damit innerhalb einer Gesamtanlagestrategie Risiko reduzierend wirken können.

Master KAG

Gesellschaft, die sich auf die Verwaltungsdienstleistungen wie Fondsbuchhaltung und Berichtswesen konzentriert. Andere Investmentgesellschaften oder Unternehmen k?nnen ihre Fondsadministration an sie abtreten, um Kosten zu sparen.

Masterfonds

Theoretische Zusammenfassung von separaten Sonderverm?gen, Sub- oder Segmentfonds zu einem gesamten Fonds.

Mitversicherung

Beteiligung mehrerer Erstversicherer an einem Risiko in der Form, dass jeder einen bestimmten Betrag der Versicherungssumme übernimmt.

Modified Coinsurance(ModCo)-Vertrag

Rückversicherungsvertrag, bei dem der Zedent im Rahmen eines Depots Wertpapiere, die die zedierten Reserven besichern, zurückbehält und dadurch eine Verpflichtung begründet, zu einem späteren Zeitpunkt Zahlungen an den Rückversicherer zu leisten. Die Zahlungen beinhalten einen proportionalen Anteil an der Bruttoprämie sowie den Ertrag aus Wertpapieren.

Morbidit?t

Krankheitsma?, das die Krankheitswahrscheinlichkeit bezogen auf eine bestimmte Bev?lkerungsgruppe angibt.

Mortalit?t

Sterblichkeit. Das Ausma? von Todesf?llen innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Verh?ltnis zur Gesamtbev?lkerung.

Multi-Manager-Konzepte

Verteilung der Fonds auf verschiedene Asset Manager.

Netto

Bei Versicherungen: nach Abzug der passiven Rückversicherung.

Nettoaufwendungen, versicherungstechnische

Aufwendungen für Versicherungsleistungen, Abschluss- und Verwaltungskosten sowie sonstige versicherungstechnische Aufwendungen, jeweils nach Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer.

Nettoportefeuillewert

Barwert der erwarteten zukünftigen Ertr?ge aus bereits abgeschlossenem Gesch?ft im Selbstbehalt, diskontiert mit einem w?hrungsabh?ngigen Risikozinssatz. Er wird auf Basis jeweiliger lokaler Rechnungslegung berechnet.

Nettoverzinsung

Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und ohne Ergebnis aus Kapitalanlagen aus Investmentverträgen zu durchschnittlichen selbst verwalteten Kapitalanlagen.

Neugesch?ftsmarge (Leben)

Verhältnis von Neugeschäftswert zu Barwert der Neugeschäftsprämien ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter.

Neugesch?ftswert (Leben)

Barwert zukünftiger Jahresüberschüsse ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, die aus den Beständen des aktuellen Neugeschäftsjahrgangs generiert werden. Die Berechnung erfolgt auf Basis der gleichen operativen Annahmen, die auch der Bestimmung der Solvency-II-Eigenmittel zum Ende des Geschäftsjahres zugrunde liegen.

Nichtproportionale Rückversicherung

Rückversicherungsvertrag, bei dem der Rückversicherer den einen bestimmten Betrag übersteigenden Schadenaufwand bzw. Versicherungssumme tragen muss. Gegensatz: proportionale Rückversicherung

Obligatorische Rückversicherung

Rückversicherungsvertrag, bei dem sich der Rückversicherer an einem gesamten, genau definierten Versicherungsbestand eines Zendenten beteiligt. Gegensatz: falkultative Rückversicherung.

Operatives Ergebnis (EBIT)

Summe aus dem Kapitalanlageergebnis, dem versicherungstechnischen Ergebnis sowie dem übrigen Ergebnis vor Zinsen für sonstiges, zu Finanzierungszwecken aufgenommenes Fremdkapital (Finanzierungszinsen) und vor Steuern (Ertragsteuern).

OTC

Over the counter. Bei Wertpapieren: außerbörslicher Handel zwischen Finanzmarktteilnehmern.

Passive Rückversicherung

Bestehende Rückversicherungsprogramme der Erstversicherer zur eigenen Absicherung vor versicherungstechnischen Risiken.

Personenversicherung

Sparten, die die Versicherung von Personen zum Gegenstand haben: Lebens-, Renten-, Kranken- und Unfallversicherungen.

Portfolio (auch: Portefeuille)

a) Alle von einem Erst- oder Rückversicherer insgesamt oder in einem definierten Teilsegment (z. B. Sparte, Land) übernommenen Risiken.
b) Nach bestimmten Kriterien gegliederte Gruppe von Kapitalanlagen.

Pr?mie (auch: Beitrag)

Vereinbartes Entgelt für die vom Versicherungsunternehmen übernommenen Risiken.

Pr?mienübertr?ge (auch: Beitragsübertr?ge)

In einem Geschäftsjahr gebuchte Prämien, die periodengerecht dem Folgezeitraum zuzurechnen sind.

Present Value of Future Profits – PVFP

Immaterieller Vermögenswert, der insbesondere beim Erwerb von Lebens- und Krankenversicherungsunternehmen bzw. einzelnen Versicherungsbeständen entsteht. Der Barwert der erwarteten zukünftigen Erträge aus dem übernommenen Versicherungsbestand wird aktiviert und grundsätzlich planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen ergeben sich aufgrund durchgeführter jährlicher Werthaltigkeitsprüfungen.

Private Equity

Von Privatanlegern beschafftes Beteiligungskapital.

Professioneller Rückversicherer

Versicherungsunternehmen, das ausschlie?lich das Rückversicherungsgesch?ft betreibt.

Programmgesch?ft

Ursprünglich Spezialit?t des amerikanischen Versicherungsmarktes, das von Erstversicherern in Zusammenarbeit mit Rückversicherern und spezialisierten Zeichnungsagenturen betrieben wird. Das Segment ist typischerweise auf Nischen- und Nichtstandardgesch?ft oder schwer versicherbare Risiken ausgerichtet. Mittlerweile wird Programmgesch?ft auch in anderen M?rkten gezeichnet.

proportionale Rückversicherung

Rückversicherungsvertr?ge, auf deren Basis Anteile eines Risikos oder Portefeuilles zu den bestehenden Originalkonditionen in Rückversicherung gegeben werden. Pr?mien sowie Sch?den werden anteilsm??ig in einem proportionalen Verh?ltnis geteilt. Gegensatz: nichtproportionale Rückversicherung

Provision

Vergütung des Erstversicherers an Agenten, Makler und andere gewerbsm??ige Vermittler.

Quotenrückversicherung

Form der Rückversicherung, bei der der prozentuale Anteil am gezeichneten Risiko sowie die Pr?mien vertraglich festgelegt werden.

Rate

Prozentsatz (in der Regel vom Prämienvolumen) des rückversicherten Portefeuilles, der bei einer nichtproportionalen Rückversicherung als Rückversicherungsprämie an den Rückversicherer zu zahlen ist.

Rating

Systematische Einschätzung von Wertpapieremittenten hinsichtlich ihrer ?Bonität durch eine spezialisierte, unabhängige Agentur.

Relative Return

Klassischer Ansatz eines Investmentfonds. Dabei orientiert sich der Fonds an einem Vergleichsindex, der Benchmark. Schneidet der Fonds langfristig besser ab als der Benchmark, hat er sein Ziel erreicht und einen relativen Return geliefert. Gegensatz: Absolute Return.

Reservierung

Bildung von Schadenrückstellungen.

Retail

a) Allgemein: Privatkundengesch?ft
b) Ampega: Gesch?ft mit Investmentfonds, die grunds?tzlich für den privaten, nicht institutionellen Anleger konzipiert sind, jedoch auch Investments von Konzerngesellschaften offenstehen.

Retrozession

Abgabe von Risiken oder Anteilen an Risiken eines Rückversicherers an andere Rückversicherer.

Retrozession?r

Zessionär, sofern es sich dabei um eine Rückversicherung handelt.

Risikomanagement-System

Gesamtheit der Regelungen und Maßnahmen, die dazu dienen, Risiken zu überwachen und abzuwehren.

Rückstellung

Passivposten am Bilanzstichtag zur Erfüllung von Verbindlichkeiten, die dem Grunde nach bestehen, deren H?he und/oder Zeitpunkt der F?lligkeit jedoch noch nicht bekannt sind. Versicherungstechnisch z. B. für bereits eingetretene, jedoch noch nicht oder nur teilweise regulierte Versicherungsf?lle (= Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsf?lle, kurz: Schadenrückstellung).

Rückversicherer

Gesellschaft, die gegen eine vereinbarte Prämie Risiken bzw. Portefeuille-Segmente von einem Erstversicherer oder einem anderen Rückversicherer übernimmt.

Schaden/Unfallversicherung

Gesamtheit der Versicherungszweige mit Ausnahme der Lebens- und Krankenversicherung: alle Sparten, bei denen im Versicherungsfall nicht eine fest vereinbarte Summe bezahlt, sondern der entstandene Schaden ersetzt wird.

Schadenquote

Bilanzielle Schadenquote netto: Verhältnis der Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) einschließlich dem sonstigen versicherungstechnischem Ergebnis (netto), jedoch ohne etwaige Konsolidierungsdifferenzen versicherungstechnischer Sachverhalte - inklusive der Amortisation des Aktionärs- PVFP - zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung.

Schadenquote für Sachversicherungsprodukte

a) brutto: Summe der Schadenaufwendungen (brutto) und des sonstigen versicherungstechnischen Ergebnisses (brutto) im Verhältnis zu den verdienten Bruttoprämien.
b) netto: Summe der Schadenaufwendungen (netto) und des sonstigen versicherungstechnischen Ergebnisses (netto) im Verhältnis zu den verdienten Nettoprämien.

Schutzdeckung

Abdeckung von Portefeuille-Segmenten eines Versicherungsunternehmens gegen Gro?sch?den (pro Risiko/pro Ereignis).

Schwankungsrückstellung

Rückstellung zum Ausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlauf einzelner Sparten über mehrere Jahre. Bei den IFRS Berücksichtigung innerhalb des Eigenkapitals.

Secondary Public Offering – SPO

Zweitplatzierung. Vorgang, bei dem ein Aktion?r eines b?rsennotierten Unternehmens eine gr??ere Menge an Aktien dieses Unternehmens aus seinem Besitz mittels eines ?ffentlichen Angebots verkauft. Im Gegensatz zu einer Kapitalerh?hung bei der neue (zus?tzliche) Aktien der Aktiengesellschaft auf den Markt kommen, flie?t der Erl?s aus einer Zweitplatzierung den abgebenden Aktion?ren und nicht dem Unternehmen zu.

Segmentberichterstattung

Nach Gesch?ftsbereichen und Regionen untergliederte Darstellung des Konzernabschlusses.

Selbstbehalt

Der Teil der übernommenen Risiken, den der Versicherer nicht in Rückdeckung gibt, also ?netto ausweist. Gebuchte Nettobeiträge im Verhältnis zu gebuchten Bruttobeiträgen (ohne Sparbeiträge der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung).

SFAS

Statement of Financial Accounting Standards; vom Financial Accounting Standards Board (FASB) herausgegebene Standards zur Rechnungslegung und zum Berichtswesen.

Single-Hedgefonds

Werden von einem Manager verwaltet und gehen meist einer einzigen Strategie nach. Anleger, die Single-Hedgefonds kaufen wollen, sollten über Erfahrung und exzellente Finanzkenntnisse verfügen. In Deutschland dürfen Single-Hedgefonds an Privatanleger bislang nur im Rahmen eines Private Placements vertrieben werden. Die Mindestanlagesummen sind hoch.

Softkapital

Kapitalbestandteile, die ?konomisch vorhanden sind, aber noch nicht bilanziell erfasst wurden: der Schadenreservediskont und der nichtkapitalisierte Bestandswert Leben, auf Gesellschaftsebene auch die Schaden-überreserven.

Solvabilit?t

Ausstattung mit freien unbelasteten Eigenmitteln, die zur Sicherstellung der dauernden Erfüllbarkeit der Vertr?ge notwendig ist.

Solvency II

Projekt der Europ?ischen Kommission zur Reformierung und Harmonisierung der europ?ischen Vorschriften zur Versicherungsaufsicht, vor allem der Solvabilit?tsvorschriften für die Eigenmittelausstattung von Versicherungsunternehmen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen

Aufwendungen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, wie z. B. Personal- und Sachaufwendungen, Abschreibungen, realisierte Verluste aus Kapitalanlagen, Währungskursverluste, Dienstleistungsaufwendungen.

Sonstige betriebliche Ertr?ge

Erträge der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, wie z. B. realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen oder Währungskursgewinne.

Sp?tschadenreserve

Rückstellung für bereits eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schäden.

Specialty Insurance

Transaktion eng definierter, homogener Segmente im Bereich der Erstversicherung. Die Standardfunktionen der Gesellschaftsakquisition, des Underwriting sowie der Policenausgabe, der Pr?mieneinnahmen, der Schadenabwicklung und der Verwaltung werden dabei von unabh?ngigen, spezialisierten, professionell organisierten Managing General Agents (MGAs) und Drittgesellschaften (TPAs) übernommen.

Spezialgesch?ft

Spezialversicherung für Nischengesch?ft wie spezielle Kraftfahrtdeckung und Kunstversicherung.

Squeeze-out

Hinausdr?ngen; Ausschluss von Minderheitsaktion?ren durch den Hauptaktion?r einer Aktiengesellschaft. Ein Squeeze-out ist m?glich, wenn mindestens 95% der Unternehmensanteile dem Hauptaktion?r geh?ren.

Stochastisch

Zufallsabh?ngig

Stornoquote

Prozentualer Anteil der laufenden Lebensversicherungsbeiträge am mittleren laufenden Bestandsbeitrag aufgrund von Rückkauf, Umwandlung in beitragsfreie Versicherungen und sonstigem vorzeitigen Abgang.

Stornoquote Lebensversicherungsprodukte

Summe aus Storno und sonstigem vorzeitigen Abgang im Verhältnis zu dem durchschnittlichen Bestand (Kennzahl nach GDV).

Stresstest

Form der Szenarioanalyse, die dazu dient, eine quantitative Aussage über das Verlustpotenzial von Portfolios bei extremen Marktschwankungen treffen zu können.

Streubesitz

Auf mehrere, meist kleinere Anleger verteilter Besitz von Aktien.

Strukturiertes Unternehmen

Unternehmen, das derart ausgestaltet ist, dass Stimm- oder ähnliche Rechte bei der Entscheidung, wer das Unternehmen beherrscht, nicht ausschlaggebend sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Stimmrechte sich nur auf administrative Aufgaben beziehen und die relevanten Aktivitäten durch vertragliche Vereinbarungen gesteuert werden (z. B. einige Investmentfonds).

Survival Ratio

Spiegelt das Verhältnis von Schadenreserven zu bezahlten Schäden eines Vertrages oder mehrerer Verträge in einem Bilanzjahr wider.

Swap

Engl. Tausch. Vereinbarung zwischen zwei Schuldnern, Zahlungen zu vertraglich festgeschriebenen Konditionen und Zeitpunkten auszutauschen. Es k?nnen Zahlungsstr?me fast beliebiger Natur getauscht werden. Dadurch k?nnen gezielt finanzielle Risiken eines Portfolios abgesichert werden oder neue Risiken zur Renditeoptimierung in ein Portfolio aufgenommen werden.

Swaption

Optionskontrakt, der es dem Käufer gegen eine Zahlung einer einmaligen Prämie erlaubt, zu - oder bis zu - einem bestimmten Zeitpunkt in einen Zinsswap (Swap) einzusteigen. Sie ermöglicht die Absicherung gegen steigende Zinssätze, ohne dem Käufer dabei die Möglichkeit zu nehmen, bei sinkenden Zinssätzen günstiger zu refinanzieren.

Syndicated Loan

hier: Bereitstellung einer Gro?kreditlinie durch Bündelung von Krediten, die von mehreren verschiedenen Geldgebern gew?hrt werden.

Technischer Zinsertrag

Mit einem vorgegebenen Zinssatz errechneter Ertrag aus Kapitalanlagen, der im versicherungstechnischen Teil der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt wird; Berechnungsbasis sind bestimmte versicherungstechnische Rückstellungen.

Thesaurierung

Nichtausschüttung der Gewinne einer Unternehmung, mit der Folge einer gegenüber ausgeschütteten Gewinnen untschiedlichen steuerlichen Behandlung.

überschussbeteiligung

Gesetzlich vorgeschriebene, j?hrlich neu festgelegte Beteiligung der Versicherungsnehmer an den erwirtschafteten überschüssen von Lebensversicherungen.

Underlying Transaction (auch: Grundgesch?ft)

Basiswert. Vertragsgegenstand eines Termin- oder Optionsgesch?fts, der als Grundlage für die Erfüllung und Bewertung des Vertrags dient.

Underwriting

Prüfung und Einsch?tzung von (Rück-)Versicherungsrisiken zur Festsetzung einer angemessenen Pr?mie für das jeweilige Risiko. Der Zweck des Underwritings besteht darin, das Versicherungsrisiko so zu streuen, dass es einerseits für den (Rück-)Versicherten recht und billig, andererseits für den (Rück-)Versicherer profitabel ist.

Unit-linked-Produkte

Fondsgebundene Produkte. Sie vereinen den klassischen Vorsorgegedanken mit den Ertragschancen einer flexiblen Kapitalanlage und bieten alle Vorteile einer Lebensversicherung.

US GAAP

United States Generally Accepted Accounting Principles. International anerkannte US-Rechnungslegungsgrunds?tze.

Value at Risk

Risikoma? zur Ermittlung potenzieller Verluste, die in einem vorgegebenen Zeitraum mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten werden.

Verbundene Unternehmen

Mutter- oder Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss eines Mutterunternehmens nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung einzubeziehen sind.

Verdiente Pr?mien

Anteil an den gebuchten Pr?mien, der auf den Versicherungsschutz im Gesch?ftsjahr entf?llt.

Versicherungstechnisches Ergebnis

Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, die dem Versicherungsgeschäft zugeordnet werden: Saldo aus verdienten Prämien für eigene Rechnung sowie Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto), Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) und dem sonstigen versicherungstechnischen Ergebnis (netto) inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP.

Verwaltungskosten

Kosten der laufenden Verwaltung, die im Zusammenhang mit der Produktion von Versicherungsschutz stehen.

Verwaltungskostenquote

a) brutto: Verwaltungsaufwendungen im Verhältnis zu den verdienten Bruttoprämien einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebensversicherung (FLV)/fondsgebundener Rentenversicherung (FRV).
b) netto: Verwaltungsaufwendungen im Verhältnis zu den verdienten Nettoprämien ohne Sparbeiträge aus FLV/FRV.

Volatilit?t

Schwankungsma? der Variabilit?t von Wertpapier- und Devisenkursen sowie Zinss?tzen, aber auch von Versicherungssparten, die einen stark variierenden Schadenverlauf haben k?nnen.

Weicher Markt

Marktphase mit Überangebot an Versicherungen mit der Folge von nicht risikoadäquaten Prämien. Gegensatz: harter Markt

Zedent

Erst- oder Rückversicherer, der Teile der von ihm versicherten Risiken gegen eine Prämie an einen Rückversicherer abgibt (zediert).

Zeitwert (auch: Fair Value)

Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.

Zession?r

Rückversicherer des Erstversicherers.

Zinsergebnis

Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen.

Zinsswaps

Austausch von festen gegen variable Zinsverpflichtungen oder umgekehrt auf in der Regel identische und w?hrungskongruente Kapitalbetr?ge.

Talanx im überblick

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